Verstärkung im Team terzo – mehr Service für Hörakustiker

Mit seinem speziellen Anpasskonzept, der terzo-Gehörtherapie, die eine kundenfokussierte Beratung und Betreuung inkl. der nachgelagerten Hörgeräteversorgung und der anschließenden Weiterbetreuung beinhaltet, bietet terzo seinen Kunden und Hörakustik- Lizenznehmern etwas ganz Besonderes. Die Zufriedenheit der Betroffenen steht im Mittelpunkt. Kunden handeln dabei selbstbestimmt. Sie werden von Hörakustikern ganzheitlich betreut.

Terzo ist bewusst: Der mittelständische Hörakustiker muss sich im stets wachsenden Markt klar positionieren, um bestehen zu können. Hörakustiker erhalten mit terzo ein klares Qualitätsmerkmal an die Hand. Genau dafür sorgt unser Vertriebsteam aus Kevin Oppel, Dr. Juliane Dettling-Papargyris, Brigitte Weitkamp-Moog und Boris Alexander Klöck, der seit Januar 2020 Teil des terzo-Teams ist.

Erfahrungen mit terzo an Hörakustiker weitergeben

Boris A. Klöck absolvierte seine Hörgeräteakustiker-Ausbildung nach dem Abitur in einem kleinen, inhabergeführten Fachgeschäft mit eigener Otoplastik-Fertigung und Reparaturwerkstatt. 2004 absolvierte er seine Meisterprüfung.

Als Filialleiter fragte er sich: „War´s das jetzt?“ Die Hörakustik war für ihn eine gefühlte „One-Man-Show“, in der Hörlösungen suchenden Menschen vor allem Technik und Fachwissen geboten wird. „Glücklicherweise war’s das dann doch nicht“, sagt er weiter. Nach seiner Frau, seinen beiden Kindern und seiner Liebe zur Musik lernte er eine weitere große Liebe kennen: terzo!

Begeistert berichtet er: „Heute brenne ich als Hörakustik-Meister nicht nur für meinen Traumberuf, sondern mindestens ebenso für die vielen abwechslungsreichen künstlerischen Projekte, die mich bisweilen kreativ herausfordern.“ Was ihn begeistert, ist die simple Fragestellung zur Erreichung eines komplexen Anliegens:

„Welche Rahmenbedingungen soll ich Menschen bieten, damit sie ihr Hör-Potenzial optimal entfalten können?“

Hörgeräte wurden dank terzo in meiner täglichen Arbeit endlich offenkundig zu dem, was sie für mich schon immer waren: Ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr, nicht weniger.“, so Boris A. Klöck. Mit terzo machte ihm seine Arbeit unsagbar viel mehr Freude. Er konnte Menschen noch besser darin unterstützen, mehr Sprachverstehen, vor allem im Störgeräusch, mit ihren Hörgeräten aus sich herauszuholen. Und das ist es meistens, was Kunden eigentlich wollen. Mit der konsequenten Umsetzung von terzo wuchs die Kundenzufriedenheit stetig. Seine Filiale etablierte sich so über die Jahre vom Underdog zum Platzhirsch am Ort.

„Meine Erfahrungen mit terzo kann ich einfach nicht für mich behalten!“. Boris A. Klöck setzt ein klares Statement: „Hörgeräte werden sich schnell weiterentwickeln. Darauf können sich Hörgeräteakustiker ausruhen. Besser man entwickelt sich mit! Hörgeräte der Zukunft werden nur dann der Hör-Potenzialentfaltung schwerhöriger Mitmenschen dienen können, wenn es uns Hörakustikern gelingt, diese mit unserer menschlichen Weiterentwicklung so zu kombinieren, dass für jeden Beteiligten mehr dabei rauskommt. Darum bin ich davon überzeugt, dass terzo für uns alle zukunftsweisend ist.“

Auf Augenhöhe: terzo unterstützt Akustiker, sich klar zu positionieren

Terzo unterstützt seine Partner mit einem exklusiven und umfangreichen Paket an Leistungen. Von der zentralen terzo-Gehörtherapie mitsamt Trainings-App über Marketing-Mittel bis hin zu Weiterbildungen.

Weitere Informationen erhalten interessierte Akustiker auf www.terzo-zentrum.de/hoerakustiker

terzo spendet für Tinnitus-Prävention

terzo spendet für Tinnitus-Prävention

Ich höre was, was du nicht hörst

Immer mehr und immer jüngere Menschen erkranken an Tinnitus. Dabei fällt auf, dass vielen Jugendlichen der Zusammenhang zwischen überlauter Musik und Hörschädigung nicht bewusst ist. Die Stiftung Tinnitus und Hören Charité hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, so früh wie möglich mit geeigneten Präventionsmaßnahmen dieser Entwicklung entgegen zu wirken. terzo unterstützt dies mit einer Spende über 10.000€.

Glocken klingen und von überall ertönt Weihnachtsmusik. Für Viele die schönste Zeit im Jahr. Doch immer mehr Menschen können dies nur eingeschränkt wahrnehmen. Sie leiden an Tinnitus.

Tinnitus als Begleitung eines Hörverlusts

Tinnitus ist häufig eine Begleiterscheinung von Hörverlust. Dabei geht der heutige Stand der Wissenschaft davon aus, dass das Gehirn bei der Entstehung des Ohrgeräusches versucht, einen i.d.R. zunehmenden Hörverlust zu kompensieren und dabei die Aktivität in der zentralen Hörbahn hochreguliert. Der Hörsinn versucht quasi seine Verstärkungsleistung zu erhöhen, indem die betroffenen Areale „sensibler eingestellt“ werden. Die so entstehende übermäßige Aktivität in der zentralen Hörbahn macht Dinge hörbar, die sonst in Alltagsgeräuschen nicht bewusst wahrgenommen werden (z.B. Herzschlag oder Blutrauschen). Die Folge ist die Entstehung eines Ohrgeräuschs.

Ein chronisch gewordener Tinnitus kann jedoch nicht mehr geheilt werden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich selbst und sein Gehör durch geeignete Maßnahmen zu schützen. Wie dies geschehen kann, erklärt die Stiftung Tinnitus und Hören Charité in Infobroschüren und verschiedenen Projekten. Dabei ist sie davon überzeugt, dass die Wirkung um so höher ist, je früher mit der Aufklärung begonnen wird.

Projekt Hören und Tinnitus an Kitas

Aus diesem Grund hat sie ein Projekt für Kitas und Schulen gestartet, um Erzieher/innen zu ermöglichen, über das Hören und die Gefahr der Hörschädigung sowie deren Auswirkungen zu sprechen und es für die Kinder erlebbar zu machen. Hierfür hat die Stiftung Tinnitus und Hören Charité einen entsprechenden Methodenkoffer entwickelt und ein Pilotprojekt in Berliner Kitas gestartet, das sehr gut angenommen wird. Im zweiten Schritt soll es breit ausgerollt werden. Bereits jetzt gibt es viele Nachfragen von Erziehern, Erzieherinnen und Eltern.

terzo unterstützt dieses Projekt mit einer Spende von 10.000€.

Als Hörakustik-Spezialist sind die massiven Auswirkungen eines Tinnitus auf die Lebensqualität und die Psyche der Betroffenen bekannt. Diesem soll möglichst frühzeitig vorgebeugt werden, denn auch ein Gehörtraining und entsprechende Hörgeräte können nicht allen Betroffenen gleichermaßen helfen.

Aus diesem Grund klärt terzo bereits seit längerem mit entsprechenden Blogartikeln und Expertenbeiträgen in Zeitschriften über das Hören und Folgen von Hörverlust auf. Die Spende soll diese Bemühungen weiter unterstützen, damit auch in Zukunft möglichst viele Menschen ihr Leben genießen können, ohne Tinnitus, mit mehr Lebensqualität.

Willst auch Du eine Spende der Stiftung Tinnitus und Hören der Charité Berlin zukommen lassen und das Präventionsprojekt für Kitas unterstützen? Die Charité stellt projektbezogene Spendenmöglichkeiten zur Verfügung.


Die Hörexperten von terzo haben zur spezifischen Behandlung von Tinnitusbetroffenen die tinnitus care gegründet.
tinnitus care hat sich zum Ziel gesetzt, Tinnitus-Betroffene unter Berücksichtigung von neusten Forschungsergebnissen zu Tinnitus, zum Bestmöglichen Behandlungserfolg zu begleiten.  Dabei setzen sie auf einen umfangreichen Informationsaustausch, sowie dem innovativen terzo-Therapiekonzept. Weitere Informationen zu der deutschlandweit einzigen Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen können Sie auf der Webseite von tinnitus care nachlesen:
www.tinnitus-care.de

Schwerhörigkeit und Demenz?

Schwerhörigkeit und Demenz?

„Ja. Ja, das werde ich machen.“ Damit schlägt er die Zeitung zu, steht auf und geht zum Telefon. Er wählt die Nummer aus dem Artikel und vereinbart einen Termin. Glücklich, das gelesen zu haben, nimmt er sich nun einen Kaffee und eine weitere Zeitschrift.

Je früher, desto besser Demenz vorbeugen

Peter ist Mitte 50. Er ist Angestellter in einer Bank und sehr beliebt bei seinen Kollegen und Kunden. Denn Peter ist immer freundlich und fröhlich, hat zu fast jeder Frage eine Antwort und hilft auch mal bei handwerklichen Themen. Er besitzt zusammen mit seiner Frau ein schönes kleines Haus mit Garten. In diesem sitzt er sehr gerne, um vom Alltag auszuspannen und wieder Energie zu tanken.

So auch heute. Gerade kam Peter von seiner Arbeit nach Hause. Da er noch alleine ist, nimmt er eine Zeitschrift und legt sich damit in die Hängematte in seinem Garten. Es ist ein schöner Sommertag mitten im August. Die Sonne strahlt in voller Kraft, Vögel zwitschern und Libellen und Schmetterlinge schwirren durch die Luft. Sträucher und Bäume geben ein tolles Farbenspiel mit all den Früchten, die zwischen dem Grün der Blätter leuchten.

Peter genießt diese Idylle, atmet tief die laue Sommerluft ein und schlägt die Zeitung auf. „So beugen Sie einer Demenz vor“, liest er in der Zeitschrift. ‚Hm, so langsam muss ich mich mit solchen Themen auch befassen‘, denkt er sich. Obwohl er sich lange noch nicht alt fühlt. Aber die Vorstellung, sich im Alter an nichts mehr erinnern zu können, wirre zu reden und sich nicht mehr orientieren zu können, verängstigt ihn. Deshalb möchte er wissen, was die Experten hier im Artikel raten und liest weiter:

Auf Schwerhörigkeit testen, Demenz erkennen

Es gibt ca. 50 verschiedene Formen der Demenz, wobei die häufigste die Alzheimer-Demenz ist. Sie hat einen Anteil von ca. 60-70 %. Weil die Krankheit meist erst im höheren Alter auftritt, ist umgangssprachlich häufig von Altersdemenz die Rede. [1]

Doch die Ursachen der einzelnen Formen sind vielfältig. Alzheimer wird beispielsweise durch Eiweißablagerungen im Gehirn verursacht, die den Stoffwechsel der Nervenzellen stören. Bei anderen Formen liegen Durchblutungsstörungen vor. Gemeinsam haben alle Demenzerkrankungen, dass Nervenzellen im Gehirn absterben und die Verbindungen zwischen den Zellen dauerhaft verloren gehen. Dadurch kommt es schließlich zu den Symptomen einer Demenz. [2] [1]

Zunächst wird das Kurzzeitgedächtnis geschädigt. Betroffene verlegen häufig Gegenstände, sie können sich immer schlechter konzentrieren und werden vergesslich. Es fällt ihnen immer schwerer, sich besonders in fremden Umgebungen zu orientieren. Auch die Sprache leidet, wobei sich die ­­Erkrankten selbst an alltäglich gebrauchte Wörter nicht mehr erinnern können. [3]

Im späteren Verlauf wird das Langzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen. Erinnerungen an Erlebnisse aus früheren Jahrzehnten gehen verloren. Auch Angehörige werden immer weniger erkannt. Schreitet die Krankheit noch weiter fort, bauen Betroffene zudem körperlich ab und benötigen verstärkt Hilfe. [3]

Zusammenhang von Schwerhörigkeit und Demenz

Doch es gibt Möglichkeiten, diesem vorzubeugen. Eine davon ist es, Schwerhörigkeit zu vermeiden und zu behandeln. Denn laut einer Studie des Forscherteams von Frank Lin vom Johns Hopkins Center on Aging and Health in Baltimore/USA erhöht eine unbehandelte Schwerhörigkeit das Risiko von Demenz und Depression im Alter.

Hören findet zum Großteil im Gehirn statt. Das Ohr selbst nimmt über das Außenohr die Geräusche der Umgebung auf, verstärkt sie im Mittelohr über das Trommelfell und nochmals im Innenohr über die Hörschnecke. Im Anschluss werden sie in elektrische Signale umgewandelt und so an das Gehirn weitergeleitet. Hier werden alle eintreffenden Töne gefiltert, wodurch nur das Wesentliche gehört wird. Erst dadurch wird es möglich, Gesprächen zu folgen und die Fülle der Geräusche nicht als Lärm zu empfinden.

Tritt eine Hörminderung auf, gelangen nicht mehr alle Geräusche zum Hörfilter. Aus diesem Grund baut dieser ab, Nervenzellen gehen verloren und der Verzweigungsgrad des neuronalen Netzes wird reduziert. Er verliert an Leistungsfähigkeit und damit nach und nach seine Filterfunktion (s. Infokasten „Hörfilter“). Töne, Worte, Klänge und Emotionen werden nicht mehr entschlüsselt: Der Mensch wird unsicher, zieht sich zurück und kann in eine soziale Isolation geraten.

Dadurch ist das Gehirn weniger Reizen ausgesetzt, was zu einem erhöhten Demenzrisiko und zu Einschränkungen in der geistigen Leistungsfähigkeit führen kann. Gleichzeitig sind Menschen, die schlecht hören, auch in ihrer räumlichen Wahrnehmung eingeschränkt. Denn das Gehör ist dafür zuständig zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt und wie weit entfernt es ist. Der Verlust dieser Fähigkeit verstärkt die Unsicherheit und kann sich auf die Bewegungsabläufe auswirken.

Dieser Prozess ist reversibel, weshalb es sich lohnt, frühzeitig zum Akustiker oder Ohrenarzt zu gehen und einen Hörtest machen zu lassen.

Mit einem Hörtest Demenz vorbeugen

Denn Menschen, die (wieder) gut hören, senken ihr Risiko, an Demenz zu erkranken. Der Gang zum Hörakustiker kann somit eine Möglichkeit sein, den Ausbruch von Demenz zu verzögern. Experten raten: „Ein Hör-Check einmal im Jahr bringt Gewissheit über den Hörstatus. Wird dabei ein Hörverlust festgestellt, so sollte die Versorgung möglichst frühzeitig beginnen, damit das Gehirn die Informationen verarbeiten kann und nicht verlernt, mit den Sinnesreizen umzugehen.“ Das terzo-Zentrum empfiehlt, den Folgen eines Hörverlustes mit der Kombination aus der speziell entwickelten terzo-Gehörtherapie und Hörgeräteversorgung entgegenzuwirken.

Ein systematisches Gehörtraining kann dafür sorgen, diesen Teufelskreis aus Hörverlust und Isolation durchbrechen. Es sorgt für geistige Fitness, bis ins hohe Alter hinein, und kann so Demenz vorbeugen.

„Ja. Ja, das werde ich machen!“ Peter schlägt die Zeitung zu. Er steht auf, geht zum Telefon und wählt die Nummer im Artikel. Sofort vereinbart er einen Termin für einen Hörtest. Glücklich, das gelesen und sofort gehandelt zu haben, nimmt er sich eine Tasse Kaffee und eine weitere Zeitschrift und geht in seine Hängematte zurück.

Über terzo:

„Übung macht den Meister“ – nach dieser Devise lässt sich nicht nur ein Instrument erlernen, sondern auch das Gehör trainieren. Die systematische terzo®Gehörtherapie bietet die Möglichkeit, die Hörfähigkeit Betroffener durch die Kombination aus Gehörtraining und Hörgeräten zu optimieren. Erstmalig angewandt im Jahr 2006, haben mittlerweile über 30.000 Menschen die terzo®Gehörtherapie genutzt. Sie können sich in einem der deutschlandweit vertretenen terzo-Zentren beraten und für ihre Behandlung aus einem Angebot herstellerüber-greifender Hörgeräte aller Leistungsklassen wählen. www.terzo-zentrum.de

Works Cited

[1] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, “Demenzerkrankung – eine Einführung,” [Online]. Available: https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/medizinischer-hintergrund-demenz/demenzerkrankung.html. [Accessed Juli 2019].
[2] M. Feichter, “Demenz,” 27 Februar 2018. [Online]. Available: https://www.netdoktor.de/krankheiten/demenz/. [Accessed Juli 2019].
[3] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, “Demenzsymptome,” [Online]. Available: https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/medizinischer-hintergrund-demenz/demenz-symptome-und-verlauf.html. [Accessed Juli 2019].
Mit geistiger Fitness Demenz vorbeugen

Mit geistiger Fitness Demenz vorbeugen

Wie gutes Hören das Demenz-Risiko senken kann

Die Vorstellung, sich im Alter an nichts mehr erinnern zu können, wirr zu reden oder sich nicht mehr orientieren zu können, verängstigt. Allzu oft verdrängen wir deshalb Krankheitsbilder wie das der Demenz aus unserem Alltag – zumindest so lange wir nicht selbst oder im näheren Bekannten- und Verwandtenkreis davon betroffen sind. Dabei ist das Alter – entgegen landläufiger Meinung – längst kein zwingendes Kriterium für das Beginnen oder Fortschreiten einer Demenz.

Demenz erkennen

Es gibt circa 50 verschiedene Formen der Demenz, wobei die häufigste die sogenannte Alzheimer-Demenz ist. Sie hat einen Anteil von rund 60-70 %. Weil die Erkrankung meist erst im höheren Alter auftritt, ist umgangssprachlich häufig von Altersdemenz die Rede.1 Doch die Ursachen der einzelnen Formen sind so vielfältig wie das Krankheitsbild selbst. Alzheimer wird beispielsweise durch Eiweißablagerungen im Gehirn, welche den Stoffwechsel der Nervenzellen stören, verursacht. Bei anderen Formen liegen Durchblutungsstörungen vor. Gemein haben alle Demenzerkrankungen, dass Nervenzellen im Gehirn absterben und die Verbindungen zwischen den Zellen dauerhaft verloren gehen. Dadurch kommt es schlussendlich zu den äußerlich erkennbaren Symptomen einer Demenz.2, 1 Zunächst wird das Kurzzeitgedächtnis geschädigt: Betroffene verlegen häufig Gegenstände, können sich immer schlechter konzentrieren und werden vergesslich. Es fällt ihnen immer schwerer, sich besonders in fremden Umgebungen zu orientieren. Auch die Sprache leidet, weil sich die Erkrankten an alltäglich gebrauchte Wörter nicht mehr erinnern können.3 Im späteren Verlauf wird das Langzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen. Dann gehen selbst Erinnerungen an Erlebnisse aus früheren Jahren, etwa der Jugendzeit, nach und nach verloren. Oder Angehörige werden immer seltener erkannt. Schreitet die Krankheit noch weiter fort, bauen Betroffene zudem körperlich ab und benötigen neben der sozialen verstärkt medizinische Hilfe.3

Zusammenhang von Schwerhörigkeit und Demenz

Doch es gibt Möglichkeiten, dem Krankheitsverlauf vorzubeugen oder ihn abzumildern. Eine davon ist es, Schwerhörigkeit früh zu erkennen und gegebenenfalls entsprechend zu behandeln: Eine Studie des Forscherteams von Frank Lin vom „Johns Hopkins Center on Aging and Health“ in Baltimore/USA bestätigt, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit das Risiko von Demenz und Depression im Alter erhöht. Die Zusammenhänge sind durchaus greifbar: Hören findet zum Großteil im Gehirn statt. Das Ohr selbst nimmt über das Außenohr die Geräusche der Umgebung auf, verstärkt sie im Mittelohr über das Trommelfell und nochmals im Innenohr über die Hörschnecke. Im Anschluss werden sie in elektrische Signale umgewandelt und so an das Gehirn weitergeleitet. Hier werden alle eintreffenden Töne gefiltert, wodurch nur das Wesentliche gehört wird. Erst dadurch wird es möglich, Gesprächen zu folgen und die Fülle der Geräusche nicht als Lärm zu empfinden. Tritt eine Hörminderung auf, gelangen nicht mehr alle Geräusche zum Hörfilter.

Hören findet in den Ohren Statt, Verstehen hingegen im Gehirn. Tritt ein Hörverlust ein, hat das Gehirn weniger zu leisten und verliert die natürliche Filterfunktion - das Verstehen von Sprache wird schwieriger.

Aus diesem Grund baut dieser ab, Nervenzellen gehen verloren und der Verzweigungsgrad des neuronalen Netzes wird reduziert (vgl. Absatz 1: Demenz erkennen). Der Filter verliert an Leistungsfähigkeit und damit nach und nach seine Filterfunktion. Töne, Worte, Klänge und Emotionen werden nicht mehr entschlüsselt: Der Mensch wird unsicher, zieht sich zurück und kann in eine soziale Isolation geraten. Durch die soziale Isoaltion ist das Gehirn zusätzlich weniger Reizen ausgesetzt, was wiederum zu einem erhöhten Demenzrisiko und zu Einschränkungen in der geistigen Leistungsfähigkeit führen kann. Gleichzeitig sind Menschen, die schlecht hören, auch in ihrer räumlichen Wahrnehmung eingeschränkt: Das Gehör ist dafür zuständig, zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt und wie weit entfernt es ist. Der Verlust dieser Fähigkeit verstärkt die Unsicherheit weiter und wirkt sich nicht selten negativ auf die Bewegungsabläufe aus. Im Gegensatz zur Demenz ist dieser Prozess reversibel, weshalb es sich lohnt, bereits frühzeitig Akustiker oder Ohrenarzt aufzusuchen.

Mit einem Hörtest Demenz vorbeugen

Ein gut angepasstes Hörgerät inkl. vorab Trainierten Gehör unterstützt die natürliche Verstärkungsfunktion der Ohren. Es wird gehört.

Menschen, die (wieder) gut hören, senken damit auch ihr Risiko, an Demenz zu erkranken. Der Gang zum Hörakustiker kann somit eine Möglichkeit sein, den Ausbruch von Demenz zu verzögern. Experten raten deshalb zu einem jährlichen Hör-Check, welcher unkompliziert und mit wenig (Zeit-)Aufwand Gewissheit über den Hörstatus bringt. Wird ein Hörverlust festgestellt, sollte die Versorgung möglichst frühzeitig beginnen, damit das Gehirn die Informationen verarbeiten kann und nicht verlernt, mit den Sinnesreizen umzugehen. Ein systematisches Gehörtraining (z. B. von Terzo) mit ergänzender Hörgeräteversorgung hilft überdies dabei, den Teufelskreis aus Hörverlust und Isolation zu durchbrechen. So kann geistige (Hör-)Fitness bis ins hohe Alter hinein helfen, einer Demenz vorzubeugen.

Über terzo:

„Übung macht den Meister“ – nach dieser Devise lässt sich nicht nur ein Instrument erlernen, sondern auch das Gehör trainieren. Die systematische terzo®Gehörtherapie bietet die Möglichkeit, die Hörfähigkeit Betroffener durch die Kombination aus Gehörtraining und Hörgeräten zu optimieren. Erstmalig angewandt im Jahr 2006, haben mittlerweile über 30.000 Menschen die terzo®Gehörtherapie genutzt. Sie können sich in einem der deutschlandweit vertretenen terzo-Zentren beraten und für ihre Behandlung aus einem Angebot herstellerüber-greifender Hörgeräte aller Leistungsklassen wählen. www.terzo-zentrum.de

Literaturverweise:

  1. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Demenzerkrankung – eine Einführung. Online: https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/medizinischer-hintergrund-demenz/demenzerkrankung.html.  (Abgerufen: Juli 2019)
  2. Feichter, M. Demenz. Online: https://www.netdoktor.de/krankheiten/demenz/. (Abgerufen: Juli 2019)
  3. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Demenzsymptome. Online: https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/medizinischer-hintergrund-demenz/demenz-symptome-und-verlauf.html. (Abgerufen: Juli 2019)
  4. Haerkötter, C. (2001). Kognitive Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus: Evaluation neuer Ansätze. Eine Studie zu potentiellen Therapieeffekten verbesserter Edukation und apparativer Versorgung mit therapeutischen Rauschgeneratoren. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Sozialwissenschaften in der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen.
  5. Hesse, G., & Schaaf, H. (2012). Manual der Hörtherapie (Bd. 1). Stuttgart: Georg Thieme-Verlag KG.
Ein Zeichen der Wertschätzung – (Zu) Hören und Gehör schenken

Ein Zeichen der Wertschätzung – (Zu) Hören und Gehör schenken

Hörminderung – ein Thema des Alters? Nein. Es ist wissenschaftlich belegt, dass das Gehör – je nach individueller Genetik und Belastung – schon in jungen Jahren nachlassen kann. Doch immer noch ist Schwerhörigkeit ein Tabuthema und bleibt deshalb bei Betroffenen lange unberücksichtigt. (Hellbrück & Ellermeier, 2004, S. 181ff) (Lazarus, Sust, Steckel, Kulka, & Kurtz, 2007, S. 309, 347, 372)

Mehr Lebensqualität durch gutes Hören

Dabei ist eine frühe Behandlung sehr zu empfehlen. Zum einen kann der Hörminderung dadurch entgegengewirkt werden, zum anderen wird die Lebensqualität durch gutes Hören erhalten oder gesteigert. Denn das Gehör ist dafür zuständig, aktiv in der Gemeinschaft zu sein, Hobbies auszuführen und auch im Straßenverkehr sicher agieren zu können. Gespräche und damit der wichtige soziale Kontakt, werden durch Hören ermöglicht.

Eine Studie eines Online-Akustikers[1] aus dem Jahre 2015 belegt dies (Kügle, 2015). Danach haben 81,3% der Befragten wieder mehr Freude am Leben und 71,1% fühlen sich wieder gesünder. Fühlen sich Menschen matt, müde, erschöpft, wird selten an das Gehör gedacht. Daher werden häufig Ärzte aufgesucht oder Ausreden gefunden. Doch die Ergebnisse zeigen, wie wichtig gutes Hören für ein gelungenes und glückliches Leben ist.

„Nicht sehen trennt von den Dingen, nicht hören trennt von den Menschen“
(Immanuel Kant)

Was das bedeutet, wird häufig erst mit zunehmendem Hörverlust spürbar. Unterhaltungen werden anstrengend und belastend. Es ist für Betroffene sehr unangenehm, häufig nachfragen zu müssen. Gleichzeitig kostet es viel Kraft und Energie, den Gesprächen zu folgen. Dies ermüdet schnell, weshalb sich die Menschen vermehrt zurückziehen und so immer mehr den Kontakt zu Mitmenschen verlieren. Sie gelangen in eine soziale Isolation.

Aktiver durch gutes Hören

Durch das Tragen gut angepasster Hörgeräte kann dies vermieden werden. So gaben 61,5% der durch Befragten an, seit dem Tragen der Geräte mehr mit ihren Partnern zu sprechen. Die gesamte Beziehung sei dadurch sogar wieder besser geworden. So gaben 45,7% an, durch Hörgeräte ein erfüllteres Liebesleben zurückerhalten zu haben.

Aber nicht nur in der Beziehung zum Partner sind positive Veränderungen zu vermerken. Das gesamte Verhalten wird positiv beeinflusst, denn mit dem besseren Hören wird auch das Selbstbewusstsein der Betroffenen gesteigert. Dies gaben 76,1% der Studienteilnehmer an. Auch führe die zurückgewonnene Sicherheit im Straßenverkehr, wie es durch 77% der Befragten bestätigt wird, zu mehr Unternehmenslust.

Die Menschen werden wieder aktiv, gehen in die Öffentlichkeit und nehmen am wichtigen Sozialleben teil. Das wirkt sich sowohl in der Freizeit als auch im Berufsleben positiv aus. So sagten 56,2% der Befragten, dass sie wieder mehr mit ihrer Familie unternehmen.

Auch Hobbies werden demnach wieder vermehrt wahrgenommen. Danach unternehmen 58,6% der Befragten wieder mehr in ihrer Freizeit. Allein das steigert das Wohlbefinden der Betroffenen. Die Aktivierung des Körpers, die frische Luft, die gute Laune – das und noch einiges mehr tragen weiter dazu bei.

Wir schenken Ihnen Gehör

Zögern Sie daher nicht, zu Ihrem Hörakustiker zu gehen, wenn Sie das Gefühl einer Hörminderung haben. Dieser schenkt Ihnen Gehör und berät Sie individuell. Lassen Sie sich dabei nicht nur Hörgeräte geben, sondern achten Sie auch darauf, dass Ihnen eine Gehörtherapie am besten vor der eigentlichen Hörgeräteanpassung angeboten wird. Denn erst durch diese wird gutes Hören möglich.


Works Cited

Hellbrück, J., & Ellermeier, W. (2004). Hören – Physiologie, Psychologie und Pathologie (2. Ausg.). Göttingen: Hogrefe-Verlag.

Kügle, P. M. (14. Juli 2015). Mehr hören – mehr leben – mehr lieben. Abgerufen am 21. Mai 2019 von Presseportal: https://www.presseportal.de/pm/107493/3070837

Lazarus, H., Sust, C. A., Steckel, R., Kulka, M., & Kurtz, P. (2007). Akustische Grundlagen sprachlicher Kommunikation. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.

Ängste nehmen, Gehör schenken

Ängste nehmen, Gehör schenken

7:00 Uhr. Leise dringt ein Klingeln in Arianes Wahrnehmung. Es wird immer lauter. Bis ihr bewusst wird: Das ist mein Wecker. Ein neuer Morgen, ein neuer Tag steht an. Was wird er wohl bringen? Sie steht auf, macht sich für den Tag bereit und geht schließlich zur Arbeit, wo sie sich voller Tatendrang an den Schreibtisch setzt. Kurze Zeit darauf kommt ein Kollege herein. Er möchte Feedback zu seiner Arbeit. „Oh je, hoffentlich muss ich nicht wieder zu viel nachfragen“, denkt Ariane. Das Gespräch läuft zu ihrer Erleichterung relativ gut, doch gelegentlich muss sie ihren Kollegen um Wiederholung, lauteres oder langsameres Sprechen bitten. Dieser lässt sich nichts anmerken, doch Ariane ist das peinlich. An diesem Tag hat sie glücklicherweise kein weiteres Gespräch…

Bewusst werden

In letzter Zeit fallen Ariane Gespräche zunehmend schwer. Häufig versteht sie ihre Kollegen nicht und muss nachfragen. Das ist ihr unangenehm, weshalb sie manchmal versucht, es einfach zu übergehen und zu hoffen, dass es nicht weiter auffällt. Zudem ist es sehr anstrengend. Sie merkt, dass sie häufig schon am Nachmittag ziemlich erschöpft ist. Früher war sie dann noch voller Tatendrang, ist ihren Hobbys nachgegangen, hat sich mit Freunden und Kollegen getroffen. Doch jetzt bleibt sie häufig zu Hause, um sich zu erholen. Arianes Gedanken drehen sich im Kreis: „Wie soll ich in Zukunft in der Arbeit zurechtkommen, wenn ich meine Kollegen so schlecht verstehe? Und, was denken diese überhaupt von mir? Ob sie schon was gemerkt haben?“

Familie schenkt Gehör

Auch Arianes Familie hat bereits festgestellt, dass sie Gesprächen nicht mehr so gut folgen kann und Ariane diese Situation – unausgesprochen – belastet. Arianes erwachsende Kinder und ihr Ehemann merken, dass sie mit der Situation sehr unglücklich ist. Gemeinsam sprechen die beiden Kinder ihre Mutter Ariane an, bringen das Thema Hörminderung an. Sensibel und hilfebietend schenken sie ihrer Mutter Gehör.

Hörakustiker schenken Gehör

Motiviert und unterstützt durch die Familie sucht Ariane wenige Tage später einen Hörakustiker auf. Neben vielen Erklärungen zum menschlichen Hören an sich steht für Ariane auch ein Hörtest auf dem Programm. Jedoch ganz anders als erwartet: Ariane durfte selbst steuern und so quasi ihr Gehör neu erleben. Ihr anfängliches Gefühl von Angst oder Pein – wie weggeblasen. Vielmehr dominieren Spannung und die Lust auf eine neu gewonnene Hör-Lebensqualität. Ein spezielles Gehörtraining, angepasst auf ihren individuellen Tagesablauf und ihre aktuelle Hörleistung, wird Ariane helfen, ihr Ziel – mehr Hörfitness – zu erreichen.

Gehörtherapie schenkt Gehör

Hörgeräte verstärken den eintreffenden Schall.

Auf dem Weg zu mehr Hörfitness ist ein Gehörtraining (z. B. von terzo) eigentlich unumgänglich. Denn Hörgeräte alleine verstärken nur die an der Ohrmuschel eintreffenden Töne. Im Gehirn gibt es allerdings Hörfilter, die dafür zuständig sind, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und zu trennen. Ohne diese wären normale Gespräche und zielgerichtetes Verstehen nicht möglich, weil auch das Vogelzwitschern, vorbeifahrende Autos und alle anderen Nebengeräusche genauso laut in die Hörverarbeitung kämen wie die Sprache. Es wäre also reiner Lärm. Werden die Hörfilter mit speziellen Aufgaben und Abläufen gestärkt und wiederaufgebaut, ist die Bahn frei für gutes, weil differenziertes (Zu-)Hören.

Gehör schenken – nicht nur eine Frage des Anstands. Wer anderen Gehör schenkt, wertschätzt:  In der Familie, der Gesellschaft, im Beruf. Gerade, wenn das Hörvermögen abnimmt, ist es deshalb besonders wichtig, Betroffene zu unterstützen. Ängste zu nehmen und unnötige Tabus zu brechen: Wann haben eigentlich Sie das letzte Mal „Gehör geschenkt“?