Die Enkel sind zu Besuch und freuen sich, endlich wieder bei ihrer Oma zu sein. Auch diese ist erfreut, bringt Kuchen, Plätzchen und Kakao. Alle sitzen zusammen und sind in das Gespräch vertieft.

Doch ziemlich bald verabschiedet sich die ältere Frau aus der Runde. Sie muss noch einiges aufräumen, sagt sie. Zurück in ihren Räumen nimmt sie eine Zeitschrift, rätselt und schaltet nebenher den Fernseher ein.

Irgendwann kommt die Enkelin herein. „Oma, dein Fernseher ist so laut!“, ruft sie. „Wie bitte?“, fragt ihre Oma zurück. „Dein Fernseher ist so laut!“, wiederholt das Mädchen. „Ach, das wirkt nur so. Die Lautsprecher sind falsch angebracht.“

Etwas später kommt der Enkelsohn herein. Er möchte seine Oma zu einem Spaziergang auffordern. Doch sie reagiert zunächst nicht. Erst, als der Junge mehrfach seine Aufforderung wiederholt und immer lauter wird, fühlt sich seine Oma angesprochen. Über die letzten Monate ist das immer schlimmer geworden, stellt die Familie fest. Der Fernseher wird immer lauter, die Oma reagiert immer seltener auf Ansprachen und fragt immer häufiger nach.

Es muss sich etwas ändern. Die Tochter geht deshalb zur Oma und spricht sie vorsichtig auf das Thema an. Doch die ältere Frau ist verärgert. Hörgeräte? Nein, das braucht sie nicht. Außerdem sollen sie nicht helfen, nur Lärm erzeugen und früher oder später würde sie die wieder weglegen. So haben es ihr ihre Freundinnen und Bekannten schon erzählt. Den Stress möchte sie sich nicht machen.

Ihre Tochter versucht es weiter. So, wie es jetzt ist, kann es ja auch nicht weitergehen. Außerdem hat sie einen Artikel gelesen, in der es um eine Gehörtherapie ging. Demnach soll durch spezielle Übungen schon nach zwei Wochen wieder gutes Hören möglich sein. Erst dann würden die passenden Hörgeräte ausgewählt werden. Nach einem längeren Gespräch einigen sie sich deshalb, einmal zum Hörakustiker zu gehen, um sich über das Gehörtraining zu informieren.

Dort werden sie freundlich empfangen, weshalb sich beide sofort wohl und sicher fühlen. Sie erklären die aktuelle Situation und die Befürchtung, die Hörgeräte als Last zu empfinden. Der Mitarbeiter versteht die Ängste und Sorgen. Um diese zu mindern, nimmt er sich viel Zeit für ein ausgiebiges Gespräch.

Vom Schall zum Gehörten

Dabei erklärt er den Frauen, wie Hören genau funktioniert. Die Geräusche aus der Umgebung werden im Ohr aufgenommen und weitergeleitet. Erst im Gehirn findet ein Filtern aller Töne statt, sodass nur das Wichtige wirklich gehört wird. Dadurch wird es möglich, Gesprächen zu folgen, ohne von Nebengeräuschen abgelenkt zu werden oder das Meer an Impulsen als Lärm zu empfinden.

Tritt eine Hörminderung auf, gelangen nicht mehr alle Geräusche zum Hörfilter. Aus diesem Grund baut dieser ab. Er verliert an Leistungsfähigkeit und damit nach und nach seine Filterfunktion.

Werden nun Hörgeräte genutzt, werden die eintreffenden Töne verstärkt und so wieder bis zum Hörfilter gebracht. Dieser kann jedoch mit der großen Flut an Impulsen nicht mehr umgehen. Ungefiltert kommen diese somit bis in das Gehirn, was zu einem Lärmempfinden führt. In Folge dessen werden häufig die Hörgeräte wieder abgelegt.

Hören trainieren – Lebensqualität gewinnen

Um das zu vermeiden, wurde die terzo®Gehörtherapie entwickelt. Sie trainiert den Hörfilter, sodass bereits nach wenigen Tagen wieder wesentlich besser die wichtigen Töne von den für die jeweilige Situation unwichtigen Geräuschen getrennt und herausgehört werden.

„Das ist ja interessant“, sagt die jüngere Frau. „Wie funktioniert es genau?“

Der Berater erklärt, dass sie zunächst einen Termin vereinbaren, in dem sich ausreichend Zeit für Informationen rund um das Hören genommen wird. Zudem findet hier ein Hörtest statt, der detailliert Auskunft über das genaue Hörvermögen gibt. Auf dieser Basis kann der Therapieplan erstellt werden, wodurch ein ganz individuelles Training möglich wird.

Mittels genau angepassten Trainingshörgeräten, einem CD-Player und Trainingshandbuch bzw. einer App wird die Therapie selbständig zu Hause durchgeführt. Zeit und Ort können selbst gewählt werden. Wichtig ist, genügend Ruhe zu haben, um konzentriert die Aufgaben durchführen zu können.

Hierbei werden verschiedene Herausforderungen an das Ohr gestellt: Hören mit Hintergrundgeräuschen, Heraushören bestimmter Wörter, Schulung des Erinnerungsvermögens und viele weitere Übungen führen systematisch wieder zu einem besseren Hören hin. Je nach Ausdauer kann das Training bereits nach 14 Tagen erfolgreich abgeschlossen werden.

Über den Therapieverlauf hinweg gibt es mehrere Zwischentermine, um den Fortschritt zu messen und entsprechend den Trainingsplan anzupassen oder Hilfestellungen für ein besseres Gelingen zu geben. Aber auch zwischendurch werden sie nicht im Stich gelassen, versichert der Berater. Jede Unsicherheit und alle Fragen können immer auch unvorangemeldet gestellt bzw. besprochen werden.

Die Oma ist begeistert! Hochmotiviert möchte sie gleich loslegen. Daher vereinbaren sie sofort den ersten Termin. Der Akustiker gibt Hinweise über die Vorbereitungen dafür und verabschiedet beide Frauen.

Auf dem Weg zum guten Hören

Dann ist es endlich so weit. Die Frau geht hochmotiviert zum ersten Termin, freut sich, bald wieder besser hören zu können. Im terzo-Zentrum wird sie freundlich empfangen. Ihre Beraterin erklärt ihr ausführlich, wie Hören funktioniert. Vieles war der Frau gar nicht bewusst:

Zum Beispiel, dass das Ohr aus Außenohr, Mittelohr und Innenohr besteht. Das Außenohr empfängt den Schall, verstärkt ihn und leitet ihn an das Mittelohr weiter. Der Übergang vom Außen- zum Mittelohr erfolgt über das Trommelfell. Dieses gerät beim Auftreffen des ankommenden Schalles in Schwingungen, welche auf die dahinter liegenden drei Knöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen werden. Sie verbinden Außen- und Innenohr miteinander und übertragen die Schwingungen mechanisch auf das Innenohr. Dabei findet eine Verstärkung des Signals um das bis zu 100-fache statt.

Im Innenohr befindet sich schließlich die Hörschnecke, das zentrale Element des Hörsinns. Hier werden die mechanischen Reize über die äußeren Haarsinnenszellen um das bis zu 1000-fache verstärkt und durch die inneren Haarsinneszellen über nachgeschaltete Nervenzellen in elektrische Signale umgewandelt. Diese werden vom Hörnerv an das Gehirn geleitet und dort verarbeitet. Nun findet etwas ganz Spannendes statt: Das Ausfiltern wichtiger von unwichtigen Hörsignalen.

„Wie entsteht denn nun eine Schwerhörigkeit“, möchte die Frau wissen. Die Beraterin freut sich über diese Frage. Denn im Gegensatz zu dem Glauben vieler Menschen, Schwerhörigkeit sei erblich, trifft dies nur auf wenige Prozent der Betroffenen zu. Meist ist sie erworben. Dabei spielt die alltägliche Lärmbelastung eine sehr große Rolle. Sie ist mittlerweile sehr hoch und führt so dazu, dass Hörstörungen in Industrieländern zu den sechs häufigsten Erkrankungen gehören. (Zahnert, 2011)

Es gibt verschiedene Typen der Schwerhörigkeit. Wird der Schall nicht mehr richtig im äußeren oder mittleren Ohr übertragen, so wird von der Schallleitungsschwerhörigkeit gesprochen. Diese kann häufig behandelt werden. Des weiteren gibt es die Schallempfindungsschwerhörigkeit, welche sowohl im Innenohr als auch bei der Schallverarbeitung auftreten kann.

Im Innenohr stellt sie die Hauptursache für Hörminderungen dar und tritt durch Schädigung der Haarsinneszellen auf. Sind die äußeren Haarsinneszellen betroffen, kann keine Signalverstärkung mehr erfolgen. Dies ist irreversibel, kann aber durch Hörgeräte ausgeglichen werden.

Sind jedoch die inneren Haarsinneszellen betroffen, wird die Übertragung an die Hörverarbeitung gestört, es entstehen sogenannte tote Regionen. In Folge dessen werden weniger Signale an das Gehirn weitergeleitet, woraufhin sich das Netzwerk entsprechend anpasst und den Verzweigungsgrad reduziert. Die Fähigkeit des selektiven Hörens geht somit immer mehr verloren.

Dieser Prozess ist reversibel! Genau hier setzt die terzo®Gehörtherapie an.

Mit soviel Hintergrund wissen ausgestattet, ist die Frau nun überzeugt, dass die Therapie auch ihr helfen kann. Sie führt selbständig die Gehöranalyse durch, wird dabei von der Beraterin begleitet und unterstützt und erhält damit ein ganz individuelles Protokoll ihrer Hörleistung. Auf dieser Basis wird von der Akustikerin der Trainingsplan erstellt und die Trainingshörgeräte eingestellt. All das erklärt sie der Frau genau, sodass diese alles versteht und weiß, wie die Therapie funktioniert.

Kaum hat sie alle Materialien zusammen, beginnt sie mit dem Training. Zwischendurch geht sie zu ihrem Akustiker, um die Fortschritte messen und den Trainingsplan anpassen zu lassen. Ihr wird ihr Trainingserfolg bestätigt.

Kinder und Enkel können diesen Effekt schon nach sehr kurzer Zeit feststellen. Sie müssen nicht mehr so laut reden, die Oma reagiert viel schneller und auch der Fernseher ist nicht mehr so laut. Motiviert von dieser positiven Rückmeldung ihrer Familie, absolviert die Frau das Training bis zum Schluss. Hat sie gerade am Anfang noch wenig Besserung festgestellt, weil die Übungen für sie sehr anstrengend waren, ist sie nun nach Abschluss des Trainings begeistert. Sie kann wieder gut hören, fühlt sich wieder wohl in der Gesellschaft, bleibt fit und ist mit Freude bis zum Schluss dabei.


„Übung macht den Meister“ – nach dieser Devise lässt sich nicht nur ein Instrument erlernen, sondern auch das Gehör trainieren. Die systematische terzo®Gehörtherapie bietet die Möglichkeit, die Hörfähigkeit Betroffener durch die Kombination aus Gehörtraining und Hörgeräten zu optimieren. Erstmalig angewandt im Jahr 2006, haben mittlerweile über 30.000 Menschen die terzo®Gehörtherapie genutzt. Sie können sich in einem der deutschlandweit vertretenen terzo-Zentren beraten und für ihre Behandlung aus einem Angebot herstellerüber-greifender Hörgeräte aller Leistungsklassen wählen. www.terzo-zentrum.de